Jens Klingebiel mit Carsten Schäfer und den Betreuern des Unterdorfes Heiner Bielefeld, Carsten Schneider und Udo Lau
Jens Klingebiel mit Carsten Schäfer und den Betreuern des Unterdorfes Heiner Bielefeld, Carsten Schneider und Udo Lau

Lange blonde Haare, schlaksige Figur, O-Beine = Fußballer. Auf dem Fußballfeld ein Hitzkopf, sonst der Liebling aller Schwiegermütter. So die kurze Beschreibung von:

Jens Klingebiel

 

Nur durch einen Zufall kam es dazu, dass Jens damals nach Groß Schneen kam. Er war mit Fendina Lau befreundet, spielte aber beim FC Grone Fußball. Als ihn die Betreuer des Unterdorfes mit zum Dorfpokal brachten und er ein Tor nach dem anderen für die Außenseiter jenseits der Bundesstraße schoss, wurden die Betreuer der anderen Straßenbezirke aktiv und stöberten in den Regelbüchern der Ausschreibung des Dorfpokals mit dem Ergebnis: es dürfen nur Sportler teilnehmen, die Mitglieder im Verein sind, oder im Bezirk wohnen. Beides traf auf Jens nicht zu. Kurzerhand wurde von den Betreuern aus dem Unterdorf die Beitrittserklärung ausgefüllt und Jens war Mitglied im Verein. Das Unterdorf gewann zwar nicht den Dorfpokal, der TSV hatte aber ein Jahr später einen neuen Spieler in der 1. Mannschaft. Jens Klingebiel wechselte vom FC Grone nach Groß Schneen und es begann mit ihm eine herrliche Zeit des Fußballs in Groß Schneen. Nach und nach brachten Jens und sein Freund Carsten Schäfer talentierte Studenten mit zum Training. Hubertus Schröter, Dirk Lottmann, Jens Oberbeck, Thorsten Peters, Carsten Schüler, Lars Klingebiel usw. wären nicht zum TSV gekommen, wenn Jens nicht hier gespielt hätte.

1994

TSV 08 Groß Schneen – Staufenberg

Groß Schneen und Staufenberg liegen in der Tabelle gleichauf auf dem ersten Platz. Staufenberg war der große Favorit vor der Saison und hatte sich mit sehr guten Spielern aus Kassel verstärkt. Das Hinspiel hatte der TSV mit 4:1 gewonnen. Beste Spieler: Dirk Böning im Tor und Jens Klingebiel als Feldspieler. Das Rückspiel übertraf damals alles. Vor über 250 Zuschauern gingen die Staufenberger mit 1:0 in Führung, Jens Klingebiel, auf den sich der Gegner nach seiner Leistung aus dem Hinspiel besonders  konzentrierte, ließ sich in der 20. Minute zu einer Tätlichkeit hinreißen und wurde vom Platz gestellt. Trainer Werner Degenhardt bekam fast eine Herzattacke, Jens verkroch sich in der Kabine. Der TSV gewann dieses denkwürdige Spiel in Unterzahl mit 6:2 und wurde Meister (Dank einer überragenden Saison u. a. von Jens Klingebiel). Eine Sternstunde des Groß Schneer Fußballs.

Die enge Verbindung zwischen Jens Klingebiel und dem TSV besteht immer noch, denn Jens lässt es sich nicht nehmen, bei jedem Spiel der Traditionsmannschaft mit dabei zu sein. So auch in diesem Jahr bei der Sportwoche, als er mit seiner Mannschaft das Turnier der Alten Herren gewann.

Nach seinem Studium und der Fußballzeit beim TSV zog es ihn nach Kassel. Dort arbeitet er als Orthopäde und Unfallchirurg, ist heute 42 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder und einen Hund.

Wir sehen ihn bestimmt im nächsten Jahr auf dem Sportplatz in Groß Schneen mit seinen alten Freunden wieder.

 

Jens Klingebiel (hintere Reihe 2. v.l.)
Jens Klingebiel (hintere Reihe 2. v.l.)