was wurde aus Jens Oberbeck

Jens Oberbeck früher
Jens Oberbeck früher

Heute berichten wir über Jens Oberbeck.

Jens spielte von 1993 bis 1998 in Groß Schneen Fußball, ist verheiratet und hat eine kleine Tochter.

Er beschreibt seine Karriere:

Mit Fußball hatte ich über meine Familie schon immer zu tun. Der VfB Lübeck war immer Teil des Familienlebens, nur spielte ich selbst nie Fußball. Das änderte sich, als ich im Frühjahr 1993 ein Studium in Göttingen aufnahm und Carsten Schäfer, mit dem ich damals zusammen studierte, mich fragte, ob ich nicht mal mit zum Fußballtraining nach Groß Schneen kommen möchte. Das machte ich dann auch: Von Technik keine Spur, großes Fußballvermögen war nicht zu finden. Immerhin konnte ich schnell laufen und hatte Spaß daran, mit der Mannschaft zu trainieren und auch am Punktspielbetrieb teilzunehmen. Auch nach etlichen Trainingseinheiten war der Ball nicht unbedingt mein Freund. Es ist ja gar nicht so einfach, mit 25 Jahren mit dem Fußballspielen zu beginnen. Immerhin verbesserte ich mein Abwehrverhalten und so konnte ich die ersten Spiele für die 2. Mannschaft in der 3. Kreisklasse machen. Die Mannschaft verbesserte sich und wir konnten später den Aufstieg in die 2. Kreisklasse feiern. Zu dem Zeitpunkt spielte ich dann schon in der 1. Mannschaft, die gerade in die Kreisliga aufgestiegen war. Natürlich in der Abwehr, was sich auch den folgenden 20 Jahren nicht ändern wird. Leider stieg die Mannschaft wieder ab. In Erinnerung sind mir viele Derbys und heiße Fußballkämpfe auf dem schönen großen Rasen in Groß Schneen, eine Saisonabschlussfahrt nach Lübeck, die Horst mit organisiert hat, ein Turnier in Wittenberg, Rippchenessen und vieles mehr. Ich habe mich in Groß Schneen total wohl gefühlt  und fand es schade, nach dem Ende des Studiums wieder Richtung Norden zu ziehen.

Jens Oberbeck heute
Jens Oberbeck heute

Nach dem Umzug nach Hamburg spielte ich bei Victoria Hamburg, ging 2 Jahre nach Cincinnati/USA, wo es keine echten Fußballligen gab, sondern nur Freizeitkicker. Dementsprechend war die Qualität auf dem Platz, oftmals keine Duschen und merkwürdige Namen von Fußballmannschaften (z. B. Shin guard-Killers). Glücklicherweise sind meine Schienbeine heil geblieben. Nach der Rückkehr nach Deutschland wollte ich aufgrund der schönen Erlebnisse in Groß Schneen wieder auf einem Dorf Fußballspielen. So fing ich im Januar 2001 beim SV Grün-Weiß Siebenbäumen an, in der Nähe Lübecks, natürlich in der Abwehr. Kommentar des damaligen Trainers: Von Technik keine Spur, aber Einsatz, Kampf, Schnelligkeit waren vorhanden, so dass ich dann doch mitspielen durfte. Über die Jahre sind wir mit der 1. Mannschaft von der Kreisklasse A, über die Kreisliga Lübeck/Lauenburg und die Bezirksliga Lübeck in die Bezirksoberliga aufgestiegen, wo ich im Alter von 38 Jahren den Jungsprintern immer noch den Schneid abkaufen konnte. Mit 40 dann nochmal der Versuch, in der Verbandsliga zu spielen, aber so langsam trat der körperliche Verfall ein. Bälle, die ich zuvor noch erlief, landeten hin und wieder beim Gegner und während meine Mannschaftkollegen nach den Spielen noch in die Disco gingen, suchte ich nur noch die Couch. Meiner Frau sagte ich schon 4 Jahre zuvor, dass ich aufhöre. Sie glaubte mir  aber nie. Und recht hat sie. Heute spiele ich noch in der Kreisliga Lauenburg mit der 2. Mannschaft und bin mit großem Abstand der Mannschaftsopa. Ich kann es irgendwie nicht lassen…

Saisonabschlußfahrt
Saisonabschlußfahrt
Turnier in Wittenberg
Turnier in Wittenberg
Kreisligaaufstieg
Kreisligaaufstieg